Viele Eigenheimbesitzer könnten den rasant steigenden Heizkosten durch eine moderne Heizungsanlage mit regenerativer Wärmeversorgung wirksam begegnen. Wie eine aktuelle Berechnung der Agentur für Erneuerbare Energien aus Berlin zeigt, amortisiert sich der teilweise oder komplette Umstieg auf erneuerbare Wärme schon innerhalb weniger Jahre.
Die Agentur hat die Kosten für den Weiterbetrieb der veralteten Öl- oder Gasheizung verglichen mit der Modernisierung der Heizung bei gleichzeitiger Unterstützung durch Solarenergie bzw. mit dem Systemwechsel auf Holzpellets oder eine Erdwärmepumpe. In beiden Fällen sei das Ergebnis eindeutig, so die Agentur: Trotz erheblicher Anfangsinvestition und einer angenommenen Fremdkapitalquote von 50 Prozent könnten innerhalb von 20 Jahren bis zu drei Viertel der Heizkosten eingespart werden.
Wegen der deutlich günstigeren Brennstoffkosten lohnt sich der Umstieg auf regenerative Wärme im Extremfall bereits nach drei Jahren. Während die Verbrauchskosten bei einer Pelletheizung oder Wärmepumpe rund 4 Cent pro Kilowattstunde Wärme betragen, liegen Gas mit 6,1 Cent und Öl mit 8,6 Cent deutlich darüber. Zudem sei bei fossilen Energieträgern ein stärkerer Anstieg der Rohstoffpreise zu erwarten: In den vergangenen Jahren ist der Heizölpreis um rund 13 Prozent pro Jahr angestiegen, der Pelletspreis ist dagegen im Durchschnitt stabil geblieben.