Drei regionale Hagelversicherer haben zwar keine umfassenden Mehrgefahren-Policen im Programm. Speziell für Mais bieten sie aber an, die Hagelversicherung um die Deckung von Sturmschäden zu erweitern.
Dafür verlangt die Hagelgilde einen festen Aufschlag auf die Hagelprämie von 25 %. Im Kreis Plön mit relativ niedrigem Hagelrisiko würden Sie dementsprechend für Mais mit einer Versicherungssumme von 2 000 €/ha rund 6,60 €/ha für die reine Hagel- und 8,10 €/ha für die Hagel- und Sturmversicherung zahlen (5-jähriger Vertrag, kein Selbstbehalt, 5 % Schadeneinstiegsgrenze). Dies sind Vorjahresprämien. Die aktuellen Prämien stehen immer erst im Herbst fest und schwanken im Mittel um ± 10 %. Kommt es zu einem Schaden mit Entschädigung, steigen die Prämien für die geschädigten Flächen um 50 – 70 % in den folgenden fünf Jahren.
Bei der VGH beträgt der Aufschlag auf die Hagelprämie unabhängig vom Sturmrisiko 20 %, aber mindestens 2 €/1 000 € Versicherungssumme. Dementsprechend beträgt die Prämie für die reine Hagelversicherung im Kreis Hannover (mittleres Hagelrisiko) 10,60 €/ha (VS 2 000 €/ha). Inklusive Sturm zahlen Sie 12,60 € (3-jähriger Vertrag). Während bei Hagelschäden kein Selbstbehalt gilt, werden bei Sturmschäden 20 % Selbstbehalt abgezogen. Je nach Höhe der Entschädigung, kann die Prämie in den Folgejahren trotzdem noch um 20 bis 100 % ansteigen.
Auch die Versicherungskammer Bayern (VKB) bietet ihren Kunden eine Versicherung gegen Hagel- und Sturmschäden im Mais an. Allerdings teilte sie uns keine Prämien mit. „Da wir sehr risikogerechte und individuelle Prämien anbieten, die stark von der Region und auch von der Kundenbeziehung abhängen, können wir keinerlei allgemeingültigen Angaben machen“, so Markus Bergaentzle, Abteilungsleiter bei der VKB gegenüber top agrar.