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Preisdruck: Ruhe bewahren und Zeit gewinnen

Die Ernteprognosen \- weltweit gute Ernte, aber unter dem Vorjahresrekord - sind nach Beobachtung von Landvolkpräsident Werner Hilse den Preisen nicht gut bekommen. Sie sanken schon im Vorfeld der diesjährigen Ernte deutlich ab. Jetzt werden auch in Niedersachsen gute Ernteergebnisse gemeldet.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Ernteprognosen \- weltweit gute Ernte, aber unter dem Vorjahresrekord - sind nach Beobachtung von Landvolkpräsident Werner Hilse den Preisen nicht gut bekommen. Sie sanken schon im Vorfeld der diesjährigen Ernte deutlich ab. Jetzt werden auch in Niedersachsen gute Ernteergebnisse gemeldet. Den landesweit recht guten Durchschnittserträgen stehen aber auch deutlich schlechtere Erträge gegenüber. Die Ergebnisse differieren je nach Witterungsverlauf und Bodengüte sehr stark. Die Ertragsschätzungen halten die Märkte jedoch unter Druck. In einem Kommentar für die Zeitschrift Land & Forst erinnert Hilse daran, dass weltweit der Getreidebedarf jährlich um 2 % ansteigt. Klassische Importländer hätten ihre Einfuhren deutlich gesteigert. Die Märkte seien globaler, und Erntezeit bedeute Marktdruck. Leider gerate dadurch nun auch der Ackerbau in schwieriges Fahrwasser. Die höheren Mengen könnten weder die massiven Preissenkungen noch die relativ hohen Herstellungskosten kompensieren. Jetzt muss es nach Überzeugung Hilses darum gehen, die größeren Mengen möglichst gut zu vermarkten. Zurzeit befänden sich die Landwirte sehr wahrscheinlich in der ungünstigsten Phase der Vermarktungsperiode. Weizen und Gerste werden noch durch die Intervention gehalten, die Preise können kaum tiefer sinken. Hart trifft es dagegen den Roggen, dem die Interventionsanbindung fehlt. Die niedrigen Roggenpreise wirken wie Abwehrpreise, um zunächst andere Getreidearten ins Lager nehmen zu können. Hilse appelliert in diesem Zusammenhang an den Getreidehandel, alle Kraft in die Aufnahme und Lagerung der Getreideernte zu legen. Die Qualitäten sind recht gut, die Hafennähe hat in Niedersachsen immer wieder Chancen eröffnet, am Weltmarkt zu verkaufen. Außerdem liegen aufnahmefähige Veredlungsregionen vor der Tür, Bioenergie gewinnt als Getreidekäufer an Bedeutung, und auch die Mühlen werden wieder kaufen. Dies gelingt nach Einschätzung Hilses noch nicht während der laufenden Ernte. Märkte benötigten Zeit zur Anpassung an die Gegebenheiten. Es gehe also darum, die Zeit des Preisdruckes zu überbrücken und intelligente Vermarktungssysteme bekannter zu machen. Landwirte dürften in dieser schwierigen Phase ihr Getreide nicht verschleudern, weil der Markt sie in eine depressive Hoffnungslosigkeit stürzt. Den Bauern rät er, Angebote zur Liquiditätsüberbrückung zu nutzen. An die Vermarktungspartner richtet Hilse die Bitte, fair zu beraten und transparent zu agieren.

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