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Biomethan- und Elektroantrieb

Litauer präsentieren erste praxisreife Hybridtraktoren AUGA M1

AUGA hat mit dem M1 großes vor. Er soll in Zukunft die gleichen Betriebskosten haben wie ein Dieseltraktor und weltweit auf Höfen laufen.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Auga-Gruppe aus Litauen war bislang als Bio-Lebensmittelhersteller bekannt, hat aber auch eine Techniksparte. Nach der Vorstellung des Prototyps für einen Hybridtraktor 2021 startet nun die Produktion des AUGA M1.

Der in Litauen entwickelte und montierte Traktor wird mit Biomethan und Elektroantrieb betrieben und ist in der Lage, bis zu 12 Stunden im Dauerbetrieb zu arbeiten. Im Vergleich zu dieselbetriebenen Traktoren soll diese Maschine den Kohlendioxidausstoß um bis zu 100 t pro Jahr senken. Die Traktoren dieser ersten Produktionsserie werden bereits dieses Jahr ihre Arbeit auf landwirtschaftlichen Betrieben aufnehmen“, sagt Kęstutis Juščius, CEO der AUGA-Gruppe

Für die erste Modelle wählte die AUGA-Gruppe die Maschinenfabrik Rokiškis, die über langjährige Erfahrung in der Herstellung von Landmaschinen verfügen soll.

Unterschiede zwischen dem Werkstraktor und dem Konzeptmodell

Bei Tests fanden die Ingenieure nach Unternehmensangaben weitere Möglichkeiten, Energieverluste zu reduzieren und die Gesamteffizienz des Elektroantriebs zu steigern. Außerdem sei es ihnen gelungen, die Konstruktion des Traktors leichter zu machen, was zu einem geringeren Energieverbrauch und einem geringeren Druck auf den Boden während des Betriebs führt.

In die Praxis gehen zunächst drei Traktoren, wobei jeder unterschiedliche Komponenten enthält. Die Serienproduktion wird dann eine Kombination der technologischen Lösungen, die bei den diesjährigen Produktionstests die besten Ergebnisse gezeigt haben, heißt es. In der Werksversion des AUGA M1-Hybridtraktors sind Komponenten weltbekannter Hersteller verbaut, etwa ein Ford-Verbrennungsmotor und eine Claas-Kabine.

Die AUGA-Gruppe hat auch das Design der AUGA M1-Traktoren aktualisiert. Laut Kęstutis Juščius wird diese Version des Traktordesigns die Grundlage für die weitere Produktion bilden.

Lösungen, auf die andere nicht kamen

Der M1-Hybridtraktor soll sich durch seine einzigartigen Lösungen für Probleme auszeichnen, die die größten Landmaschinenhersteller der Welt nicht lösen konnten – lange Betriebsstunden und bequemes Auftanken, wirbt die Firma weiter.

„Bisher konnten die weltweit entwickelten gasbetriebenen Traktoren nur bis zu vier Stunden am Stück auf dem Feld arbeiten, da die Gasflaschen physisch nicht in die Struktur des Traktors passten. Durch die Konstruktion unserer Ingenieure kann der Traktor größere Biomethan-Gasflaschen aufnehmen.“

Das zweite Hindernis für die Verbreitung von Biomethan-betriebenen Traktoren ist die unterentwickelte Biomethan-Tankstellen-Infrastruktur. „Wir haben dieses Problem gelöst, indem wir einen schnellen und bequemen Gaskartuschenaustausch anbieten, der in der Biomethananlage und nicht am Traktor befüllt und an jeden Betrieb geliefert wird. Dadurch wird der Bedarf an Biomethan-Tankstellen auf landwirtschaftlichen Betrieben überflüssig“, sagt Kęstutis Juščius.

Der AUGA M1-Traktor verwendet ein hybrides Biomethan-Elektro-Kraftstoffsystem. Beim Betrieb des Traktors erzeugt ein mit Biomethan betriebener Verbrennungsmotor Energie und überträgt diese direkt an Elektromotoren, die die Räder drehen.

Unter normalen Bedingungen, die keine hohe Leistung erfordern, speichert der Traktor die erzeugte Energiereserve in seinen Batterien. Das System verliert so unter Niedriglastbedingungen keine Energie, verwendet einen relativ kleinen, aber effizienten Motor und sei in der Lage, bei Bedarf enorme Leistung zu erzeugen, heißt es.

Pläne für die Zukunft

Als Ziel definiert der Hersteller, dass Landwirte auf der ganzen Welt künftig diesen Traktor einsetzen. Darüber hinaus werde angestrebt, dass die Betriebskosten des AUGA M1-Traktors denen von dieselbetriebenen Traktoren entsprechen.

Die Gesamtinvestition für die Entwicklung des Konzeptmodells des AUGA M1-Traktors und die Produktion der ersten Serie beziffern die Litauer auf bisher mehr als 3 Mio. €. Seit der Einführung des Prototyps habe das Unternehmen zudem die Größe seines Ingenieurteams verdoppelt und plant, noch mehr Ingenieurpersonal einzustellen.

Nach den technologischen Tests auf den Feldern strebt die AUGA-Gruppe an, so schnell wie möglich in diesem Jahr mit der Massenproduktion zu beginnen.

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