Milcherzeuger Ludwig Dialler, aus dem oberbayerischen Landkreis Miesbach, sind Routinen beim Herdemanagement immens wichtig. So lässt er z.B. die Klauenpflege konsequent alle acht Wochen bei allen Kühen durchführen.
Dabei setzt auch auf professionelle Hilfe von Klauenpfleger Markus Stumpf, staatlich geprüfter Klauenpfleger und Instruktor der Klauenpflege in Achselschwang. „Nur mit gesunden Klauen können wir unsere aktuelle Milchleistung von durchschnittlich 11.400 kg sowie 3,0 Melkungen pro Kuh und Tag erreichen. Eine einwandfreie Bewegung ist das A und O. Denn ich möchte so wenig Kühe wie möglich am Roboter nachtreiben“, betont der Milcherzeuger.
Klauenerkrankungen: Ursachen schnell finden
Für das verkürzte Klauenpflege-Intervall hat sich der Milcherzeuger vor allem entschieden, weil dieses eine sofortige Ursachenforschung und somit ein schnelles Handeln ermöglicht. Außerdem sei bei mehrmaligen Terminen oft nur ein Pflegeschnitt nötig, sodass jede Kuh die Klauenpflege mit positiven Erfahrungen verbinde. Bei einem einmaligen oder zweimaligen Herdenschnitt pro Jahr sei das nicht möglich. Auch akut lahme Kühe schneidet der Klauenpfleger außerhalb der routinemäßigen Termine.
Klauenpflege effektiver organisieren
Doch auch wenn der Milcherzeuger nicht selbst zum Klauenmesser greift, übernimmt er bei der Klauenpflege eine wichtige Rolle. So ist er nicht nur für das Holen der Kühe, sondern auch für das Hochheben der Klauen im Klauenstand zuständig. Was banal klingt, ist für eine zielführende Klauenpflege aus Sicht des Klauenpflegers von großer Bedeutung. Denn oftmals würden einzelne Kühe beim Gang zum Klauenstand ihre Schmerzen nicht zeigen. Es ist manchmal beim ersten Beobachten unklar, welche Klaue konkret betroffen ist. „Beim Hochheben kann ich kurz erläutern, ob das Gangbild der Kuh in den letzten Tagen auffällig war oder nicht“, erklärt Ludwig Dialler.
Wie der Milcherzeuger die zahlreichen Klauenpflege-Termine koordiniert und welche entscheidende Rolle die Fütterung für die gesunden Klauen seiner Herde spielt, lesen Sie hier: Alle acht Wochen in den Klauenstand | Elite Magazin