In den Niederlanden wurden im vergangenen Jahr 13 Schweinebetriebe verkauft. Damit wurden etwas mehr Betriebe gehandelt als in den Jahren 2023 und 2022, wo zehn bzw. neun Schweineanlagen den Besitzer wechselten. „Unter den 13 Verkäufen waren fünf Sauen- und vier Mastschweineanlagen sowie vier geschlossene Betriebe“, erklärte ein Sprecher des niederländischen Verbandes der Immobilienmakler (NVM) gegenüber dem Branchenmagazin Pigbusiness. Unterm Strich wurden wahrscheinlich noch etwas mehr Betriebe verkauft, da die Auswertung des NVM nur die Betriebsverkäufe berücksichtigt, die von einem Makler begleitet wurden.
Mehr Betriebe stehen zum Verkauf
Nach Jahren der Stagnation präsentierte sich der gesamte Markt für Veredlungsbetriebe wieder etwas belebter. So wurden insgesamt im Jahresverlauf 27 Betriebe mit Schweine-, Geflügel- oder Kälbermast gehandelt. Im Jahr davor wurden nur siebzehn Verkäufe gezählt. Der NVM führt den Anstieg vor allem auf die staatlichen Aufkaufprogramme zurück. In den Vorjahren haben viele verkaufswillige Tierhalter abgewartet, welche Konditionen die Programme Lbv und Lbv + anbieten. Nun herrscht hier Klarheit und mit dem garantierten Mindestverkaufspreis aus den Ausstiegsprogrammen in der Hinterhand versuchen einige Landwirte auf dem freien Markt einen noch höheren Verkaufspreis rauszuschlagen.
Großbetriebe wollen weiter wachsen
In einigen Fällen scheint das auch zu funktionieren, da eine Nachfrage speziell nach größeren Schweinebetrieben mit entsprechenden Umweltgenehmigungen vorhanden ist. Allen voran die großen Unternehmen in der niederländischen Schweinebranche wollen aufgrund der guten Marktsituation weiter wachsen.