Der Beitrag der Bioenergie durch Biogas, feste Biomasse und Biokraftstoffe wird bei den Treibhausgasemissionen den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr zugerechnet und nicht der Landwirtschaft. Darauf weist die Broschüre „Landwirtschaft und Klimaschutz“ der Agentur Erneuerbare Energien hin.
Danach schützen Landwirte, die den Wirtschaftsdünger zur Energieproduktion in Biogasanlage fährt, das Klima gleich auf dreifache Weise:
- Aus Biogas und Biomethan lassen sich Strom und Wärme erzeugen, sie ersetzen dort Kohle, Öl und fossiles Erdgas.
- Werden Gülle und pflanzliche Reststoffe vergärt, emittieren die Wirtschaftsdünger bei der Lagerung und Ausbringung zwischen 20 und 59% weniger Methan. Weil die Nährstoffverfügbarkeit höher ist, ist die Düngewirkung sogar besser
Gärprodukte können mineralische Düngemittel teilweise ersetzen. Dadurch werden weitere Treibhausgase eingespart, denn die Produktion von Kunstdüngern verbraucht viel Energie, die größtenteils noch aus fossilen Energieträgern bereitgestellt wird.
Wie es um die Klimabilanz in der Landwirtschaft steht, wollen wir in einer Live-Diskussion am 1. März in Berlin diskutieren. Bei einer neuen Ausgabe unserer Reihe „Landwirtschaft im Dialog“ am 1. März 2023 in der Hessischen Landesvertretung in Berlin sind ab 19:00 Uhr Expert:innen und Praktiker eingeladen, die Ihren Betrieb schon heute möglichst klimaneutral aufstellen oder von der möglichen Wiedervernässung der Moore betroffen sind. Zudem werfen wir einen Blick auf die Ansätze der Industrie. Sie können live und kostenlos dabei sein! Hier anmelden! Alternativ verfolgen Sie die Diskussion von zuhause aus. Unser Livestream startet um 19:00 Uhr unter www.youtube.com/topagrar
Unser Programm für LiD "Klimawandel und Landwirtschaft: Verursacher oder Retter?":
Ab 18.30 Uhr Einlass und Empfang
Ab 19 Uhr Impulsstatement Dr. Bettina Hoffmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (BMUV)
Ab 19.30 Uhr Podiumsdiskussion „Wie steht es um die Klimabilanz der Landwirtschaft?“
- Dr. Ophelia Nick, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium f. Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
- Bernhard Osterburg, Leiter Stabstelle Klima und Boden, Thünen-Institut
- Prof. Dr. Hubert Spiekers, Leiter Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft, LfL Grub
Ab 20.10 Uhr Podiumsdiskussion „Was Klimaschutz für die Höfe bedeutet“
- Dr. Karsten Padeken, Milchviehhalter und Sprecher AG Moorbauern, Landvolk Niedersachsen
- Lutz Decker, Landwirt mit Schwerpunkten Milch & Ackerbau und Fokus auf die Klimabilanz
- Markus Röser, Leiter Nachhaltigkeit & Kommunikation, BASF
Mit freundlicher Unterstützung von BASF