Am 4. Dezember 2023 berichteten wir über die Insolvenz der Fahrzeugbaufirma Martin Reisch GmbH. Grund war damals die Stagnation des Marktes für landwirtschaftliche und andere Nutzfahrzeuge.
2024 übernahm dann die europaweit agierende Benalu-Legras-Gruppe aus Frankreich das Unternehmen. Zu der Firma gehören Marken wie Benalu, Bennes Marrel, Legras, Maisonneuve, Mega und jetzt auch Reisch. Hergestellt werden Aluminium- und Stahlsattelauflieger, Schubböden, Tankwagen und Kipper.
Mit dem neuen Eigentümer startet nun Reisch am Standort im thüringischen Eliasbrunn-Remptendorf wieder durch. Hier erfolgen Endmontage und Lackierung der modernen Sattelauflieger und auch die Ersatzteilversorgung samt Kundendienst sind hier beheimatet.
Portfolio ohne landwirtschaftliche Anhänger
Das neue Produktportfolio von Reisch umfasst hochwertige Sattelauflieger wie alubox-R, steelpipe-R, iso-R sowie volume-R. Weitere Innovationen sind in Planung, unter anderem Fahrzeuge mit beweglichem Boden, die das Sortiment ergänzen werden.
"Reisch steht seit jeher für Qualität und Zuverlässigkeit. Unser Ziel ist es, diese Werte zu bewahren und gleichzeitig die Premiummarke Reisch auf ein neues Niveau zu heben", sagt Artur Neubauer, Geschäftsführer der Reisch GmbH. "Die positive Resonanz auf der letzten IAA Transportation hat gezeigt, wie stark die Marke bei Käufern und Händlern verankert ist. Dieses Potenzial wollen wir nun mit einer modernisierten Produktpalette einem breiteren Kundenkreis zugänglich machen."
Im Programm sind bisher allerdings keine Anhänger für die Landwirtschaft. Ob es die bald wieder geben wird, ist ungewiss.