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Regierungswechsel Aussaat im Frühling Maul- und Klauenseuche

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Tausende japanische Bauern protestieren gegen Strukturwandel

In Japan gehen derzeit Bauern auf die Straße, um für finanzielle Unterstützung des Staates zu demonstrieren. Denn im Land herrscht eine heftige Aufgabewelle. Die Kosten sind hoch, die Erlöse gering.

Lesezeit: 2 Minuten

In Tokyo haben 3.200 Bauern für den Erhalt ihrer Höfe demonstriert. Unter der Losung „Bauernaufstand 2025“ machten sie auf ihre wirtschaftlich prekäre Lage aufmerksam. Sie fordern staatliche Direktzahlungen und warnen vor dem schleichenden Niedergang der Landwirtschaft.

Medien wie die New York Times oder sumikai.com berichten, dass die Reisbauern die wachsende Sorge umtreibt, dass die ländlichen Strukturen in der bisherigen Form in Gefahr sind. Denn seit Jahren sinken nicht nur die Erlöse, sondern es fehlt vielen Landwirten auch die Perspektive. Das hat zu einem dramatischen Rückgang der Betriebe und einer Überalterung der Branche geführt. In vielen Regionen würden bäuerliche Dörfer verfallen, weil junge Generationen die Landwirtschaft aufgeben oder gar nicht erst übernehmen, schreibt sumikai.com.

Landesweite Aktionen

Ein Organisator der Kundgebung prangert ein strukturelles Versagen an, das nicht nur einzelne Existenzen gefährdet, sondern langfristig auch die Ernährungssicherheit des Landes.

Neben dem Protestzug in Tokyo fanden landesweit an mehr als zehn Orten ähnliche Demonstrationen statt, von Hokkaido bis Kyushu. Die Bauern fordern u.a. die Wiedereinführung eines stabilen Einkommensausgleichs für Landwirte, wie es ihn früher einmal gab.

Zwar gibt es aktuell ein Programm zur Stabilisierung des Betriebseinkommens. Viele Landwirte empfinden diese Subventionen jedoch als unzureichend oder zu bürokratisch, insbesondere im Vergleich zu früheren Regelungen, die stärker auf die individuellen Bedürfnisse kleiner Betriebe zugeschnitten waren.

Das Umfeld wird rauer

Ähnlich wie die Landwirte im rest der Welt spüren auch die Japaner steigende Produktionskosten und geopolitische Unsicherheiten. Dazu kommen Extremwetterereignisse, die die wirtschaftliche Belastung für landwirtschaftliche Betriebe weiter verschärfen. Nicht zuletzt müssen die Kleinbauern mit dem Weltmarkt konkurrieren. Freihandelsabkommen haben den Importdruck erhöht und die Preise für heimische Produkte unter Druck gesetzt, berichtet sumikai.com.

Die Forderungen der Demonstranten gehen daher über finanzielle Hilfe hinaus. Nötig seien ebenso strukturelle Reformen, etwa mehr Investitionen in regionale Märkte, besseren Zugang zu Land für junge Landwirte und langfristige Strategien gegen Landflucht und Überalterung, heißt es.

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