Seit Anfang der Woche häufen sich die Absagen für geplante Lichterfahrten - als Zeichen des Protest. So hat beispielsweise die Landjugend Heberbörde aus dem Bezirk Braunschweig-Hildesheim (Niedersachsen) ihre Lichterfahrt für kommenden Samstag abgesagt.
„Auf Grund der jüngsten Ereignisse des Bundestags in Bezug auf die Abschaffung des Agrardiesels und der Streichung der Kfz-Steuerbefreiung, haben wir uns einstimmig dafür entschieden unsere geplante Fahrt abzusagen“, heißt es in einem Schreiben. Niemand könne bei solch einem „niederschmetternden Beschluss“ gute Laune für eine Lichterfahrt aufbringen.
Niemand von uns kann bei solch einem niederschmetternden Beschluss gute Laune für eine Lichterfahrt aufbringen.“
Mit dem Beschluss würden Einkommensverluste auf den Höfen in Kauf genommen und die sinkende Wettberwerbsfähigkeit der deutschen Land- und Forstwirtschaft im europäischen Binnenmarkt und auf dem Weltmarkt gebilligt. Die Stimmung in den eigenen Reihen sei getrübt.
Auch in Halver findet keine Lichterfahrt statt
Auch die Landwirte in Halver in Nordrhein-Westfalen sagen ihre für Freitag geplante Lichterfahrt ab. Grund dafür ist auch hier der Beschluss der Bundesregierung, die Agrardieselrückvergütung und die Steuerermäßigung für landwirtschaftliche Fahrzeuge abzuschaffen.
„Nun ist der Funke endgültig erloschen und wir werden hiermit die Demo in Form einer Lichterfahrt nächste Woche Freitag, 22. Dezember, absagen“, schreibt Organisator Heiner Born aus Breckerfeld gegenüber dem Magazin come-on.de. Statt auf die Demo in Form der Lichterfahrt aufmerksam zu machen, bereiten sich die Landwirte auf einen Einsatz in Berlin vor. „Wir lassen uns von der Ampelregierung nicht das Genick brechen“, so Born.