Die EU-Kommission konkretisiert ihre Pläne, ein eigenes, unabhängiges und sicheres Satellitennetzwerk namens IRIS² in den Orbit zu schießen. Jetzt scheinen die Pläne langsam konkreter zu werden, die sich bei erfolgreicher Installation dazu eignen könnten, schnelles Internet auch in abgelegene, ländliche Gebiete zu bringen.
Im Dezember 2024 unterzeichnete die EU den Vertrag, der das System laut Planung bis 2030 ans Netz bringen soll. Inwieweit die europäischen Satelliten schon zu Beginn für Endnutzer im ländlichen Raum zugänglich sein werden, blieb offen. Zunächst soll das Netzwerk ausdrücklich zum Verteidigungsbedarf der EU-Länder beitragen. Das Ziel ist, sich von anderen Anbietern aus den USA oder China unabhängig zu machen und eigene Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Warum Satelliteninternet für Landwirte relevant ist
Im Herbst vergangenen Jahres berichteten Landwirte im Außenbereich davon, wie sie dank des Satellitennetzwerks Starlink eine verlässliche Internetverbindung auf ihre Höfe holen konnten. Wie das System funktioniert, was es kostet und wie zufrieden die Nutzer aus der Landwirtschaft sind, können Sie hier nochmal nachlesen.
Damals war die Wahl des neuen US-amerikanischen Präsidenten und die neue Rolle des Tech-Unternehmers Elon Musk noch weit weg. Aber umstritten war er damals schon. Also fragte top agrar im Herbst in einer Umfrage ab, wie kritisch die Nutzer in den ländlichen Räumen den Unternehmer Elon Musk sahen, der Starlink betreibt. Damals überwog bei den meisten der Nutzen vor den Bedenken.
Satelliteninternet bei John Deere
Auch im Bereich Landtechnik ist Starlink bereits aktiv geworden. In den USA ist John Deere bereits eine strategische Partnerschaft mit Elon Musks Unternehmen eingegangen, die die Entwicklung autonomen Fahrens auch in abgelegenen Gebieten mit Funklöchern sicherstellen soll.