Bei der Raiffeisen Viehzentrale (RVZ) arbeitet man mit Hochtouren an der Aufarbeitung der Manipulationsvorwürfe. Im Raum steht, dass bei der Vermarktung von Großvieh Unterschriften gefälscht wurden und bei gut 1.100 Bullen falsche Angaben zur Haltungsform gemacht wurden - wir berichteten.
Nun äußert sich der Berufsverband Rindermast (BVRM). Aus seiner Sicht hat sich die Haltungsform 3 (HF 3) in der Rindermast als etablierter Standard für Tierschutz und Qualität bewährt. „Ein Vorfall, der das System in Frage stellt, darf nicht zu einem Verlust der Glaubwürdigkeit führen“, fordert der BVRM in einer Stellungnahme.
"Landwirte halten sich an Vorgaben"
Der Verband betont: Die landwirtschaftlichen Betriebe halten sich an alle Vorgaben der HF3 und sind nicht verantwortlich für das Fehlverhalten einzelner Akteure. Deshalb sollten sie nicht zu Unrecht beschuldigt werden. Weiter erwarte der BVRM: „Es ist dringend notwendig, den Vorfall lückenlos und transparent aufzuklären, um die Ursachen zu ermitteln und Missverständnisse auszuräumen. Wir fordern eine klare Aussage zur Verursachung des Vorfalls, um die Verantwortung eindeutig zu klären.“
Das Aufrechterhalten des Systems Haltungsformen und der damit verbundenen Glaubwürdigkeit sei zudem im Interesse aller Beteiligten. „Eine umfassende und schnelle Aufklärung ist entscheidend, um das Vertrauen in die Rindermast und die landwirtschaftlichen Betriebe zu sichern“, so der BVRM.