Ende November gab es in Deutschland 3,713 Mio. Milchkühe und damit 2,5 % weniger als im Vorjahresmonat. Das berichtet die ZMB auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamtes. 2022 hatten hohe Milchpreise den Herdenabbau vorübergehend gedämpft und den Rückgang auf 0,6 % sinken lassen.
Neuer Rekord: Im Schnitt 73,4 Milchkühe
Auch die Zahl der Betriebe ist 2023 wieder stärker geschrumpft. Im November gab es noch 50.581 Milchviehbetriebe. Das waren 4,4 % weniger als ein Jahr zuvor. Damit haben sich die Aufgaben in ähnlicher Größenordnung bewegt wie in den Jahren vor 2022. Die Zahl der Kühe je Haltung ist weiter gestiegen und hat einen Höchststand von 73,4 Tieren erreicht.
In allen Regionen weniger Kühe
In allen Bundesländern ist die Zahl der Milchkühe gesunken, allerdings unterschiedlich stark. Der schwächste Rückgang wurde in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Minus von 1,4 % registriert. Auch in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen sind die Kuhzahlen weniger stark gesunken als im Durchschnitt.
Trendwende: Rückgang am stärksten in Schleswig-Holstein
Stärker ausgeprägt war der Bestandsabbau in Thüringen, Sachsen-Anhalt und im Saarland. Spitzenreiter beim Rückgang des Milchviehbestandes war Schleswig-Holstein, wo 4,5 % weniger Kühe gezählt wurden als ein Jahr zuvor. Damit hat im nördlichsten Bundesland eine Trendwende stattgefunden. Über einen längeren Zeitraum waren die Kuhbestände dort unterdurchschnittlich gesunken.
Zahl der Kühe in Großbetrieben sinkt weniger
Weiter angehalten hat der Trend hin zu größeren Herden. Die Zahl der Milchkühe ist zwar in allen Größenklassen gesunken. Am stärksten haben sich aber die Kuhzahlen in den kleineren Beständen mit bis zu 49 Tieren verringert, während die Abnahmen der Anzahl von Tieren, die in größeren Herden stehen, schwächer ausgeprägt waren.