Die globalen Krisen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie stark Deutschland am Tropf des internationalen Handels hängt. Das gilt auch für den Lebensmittelsektor. Gleichzeitig erleben wir einen nie da gewesenen Strukturwandel in der Landwirtschaft.
Hohe Kosten, fehlende Planungssicherheit, bürokratische Hürden und überstrapazierende Regulierungen führen dazu, dass immer mehr Bauern aufgeben. Hält dieser Trend an, ist der Selbstversorgungsgrad mit Grundnahrungsmitteln in Deutschland gefährdet.
Landwirtschaft braucht tragfähige Rahmenbedingungen!
Aus Sicht des BRS braucht die Landwirtschaft in Deutschland dringend zukunftsfähige Rahmenbedingungen. Dazu gehören gezielte Förderprogramme für Junglandwirte, Existenzgründungen müssen erleichtert und landwirtschaftliche Unternehmer und Unternehmerinnen besser unterstützt werden.
Deutschland gehört bereits heute zu den Ländern mit den höchsten Standards in der Nutztierhaltung und produziert sichere Lebensmittel. Der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, die Ressourcenschonung, die Einsparung von Mineraldünger, die Förderung der Artenvielfalt im ländlichen Raum und die Sicherung des Familieneinkommens werden durch die Tierhaltung gewährleistet, so der BRS in seinem Positionspapier.
Tierhaltern Wege in die Zukunft aufzeigen
Besonders in der Tierhaltung müssen Investitionen in Stallumbauten erleichtert und finanzielle Anreize für mehr Tierwohl geschaffen werden. Genehmigungsverfahren sollten vereinfacht und Vorschriften praxisgerechter gestaltet werden, um Planungs- und Investitionssicherheit zu gewährleisten. Nationale Alleingänge beim Tierschutz sind zu vermeiden; Änderungen sollten auf EU-Ebene abgestimmt werden.
Die Förderung moderner Züchtungsmethoden zur Verbesserung der Tiergesundheit ist zu prüfen. Ein effektives Wolfs- und Wildtiermanagement ist notwendig, um landwirtschaftliche Betriebe vor Schäden zu schützen.