Eine aktuelle Markteinschätzung von Jan Peters, Peters Agrardaten GmbH:
Zum Wochenstart reichte die Unterstützung durch die festen Sojanotierungen, für die Rapsnotierungen in Paris nicht mehr aus, um den Kursen einen positiven Schub zu geben. Die Sojakurse in Chicago werden von einem möglichen Abkommen zwischen der Ölindustrie und den Herstellern von Biokraftstoffen nach oben geschoben.
Große Sojaernte drückt
Die im jüngsten Bericht des US-Landwirtschaftsministerium bestätigte Ausdehnung der Maisflächen wird zu Lasten von Sojaanbaufläche gehen. Diese Meldung half zwar dabei, die Preise an der Börse weiter zu festigen. Die Ernte in Brasilien schreitet zügig voran, die Erntebedingungen sind gut. Damit drängen jetzt große Mengen auf die Märkte und setzen die Wettbewerber unter Druck.
Die EU-Kommission beziffert die EU-Rapsernte in 2025 jetzt auf 19 Mio. t. Im Vorjahr waren es 16,9 Mio. t. Insgesamt wird eine Ölsaatenernte von 31,6 Mio.t erwartet (Vorjahr 27,9 Mio. t).
Kassamarkt beruhigt
Am Kassamarkt kann der Aufwind des Rapspreises sein Niveau nicht halten. Feste Preise für die Pflanzenöle Soja und Palm hatten den Markt zuletzt noch unterstützt. Das Rapsangebot aus der alten Ernte tendiert inzwischen gegen Null. Auch für die Märkte in der EU gilt: Die angekündigten US-Zölle werden Auswirkungen auf die Märkte haben. Marktteilnehmer bleiben dadurch verunsichert und zurückhaltend.