Eine aktuelle Analyse von Jan Peters, Peters Agrardaten GmbH:
Weizen: Fester in die aktuelle Woche
Die Weizenkurse in Paris notieren zum Wochenstart fester. In der vergangenen Woche hatten sie den niedrigsten Wert seit Juli 2021 erreicht. Die Sorgen um die, besonders in Westdeutschland, viel zu nassen Felder scheinen jetzt auch an der Börse Matif angekommen zu sein. Auch hat die Agrarbehörde AgriMer in Frankreich den Zustand der Weizenbestände herabgestuft. Aber das große globale Weizenangebot bleibt weiter dominant für die Börsianer. In den wichtigen US-Weizenanbauregionen ist der Zustand der Bestände gut. Von Auswinterungsschäden wird nur ganz vereinzelt berichtet.
Die Verschiffungen aus Russland bleiben auf einem hohen Niveau und erhöhen den Druck auf die Preise. Die Ukraine verschifft wieder verstärkt Getreide über das Schwarze Meer. Das ukrainische Agrarministerium teilte mit, das im Februar 24 über 5,3 Mio. t Getreide exportiert wurden. Die Ausfuhren liegen damit um 600.000 t über der Januarmenge. Am Kassamarkt verharren die Umsätze auf einem niedrigen Niveau. Vor allem Futtergetreide gibt es reichlich. Qualitätsgetreide ist dagegen knapp und wird gesucht..
Raps: Im grünen Bereich
Grüne Vorzeichen kennzeichnen aktuell die Rapskurse in Paris. Auch in Chicago können sich die Sojakurse verbessern. Das große Sojaangebot aus Südamerika bleibt aber für die Marktteilnehmer dominant. Das Wetter in Argentinien ist überwiegend vorteilhaft für Entwicklung der Bohnen und die Ernteschätzungen bleiben stabil. Die etwas niedrigere Ernte in Brasilien wird damit mehr als ausgeglichen. Die Ernte in Brasilien ist fast zur Hälfte abgeschlossen und die Mengen drängen auf den Markt. Große Importeure wie China ziehen derzeit südamerikanische Ware vor. Die Pflanzenöle schwächeln heute. Die Palmölexporte Malaysias entwickeln sich deutlich schwächer als im Vorjahr.
Am physischen Rapsmarkt ist es unverändert ruhig. Gestützt wird der Markt durch eine konstante Nachfrage nach Rapsschrot. Hier sind die Preise stabil. Die ukrainischen Rapsexporte gehen jetzt deutlich zurück. Das dürfte den Rapsmarkt stützen. Daher wird eher mit einer Erholung der Rapssaatpreise gerechnet als am Getreidemarkt.