Die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fordern die künftige Bundesregierung auf, sich gegen eine umfassende Kennzeichnungspflicht für neue Gentechnik einzusetzen. Die Forderung steht im Widerspruch zur Position des EU-Parlaments, das sich für eine Kennzeichnungspflicht ausspricht.
„Das ist ein Schlag ins Gesicht der Verbraucher und eines großen Teils der Lebensmittelwirtschaft, die seit vielen Jahren in eine transparente, gentechnikfreie Produktion auch in diesen Bundesländern investiert hat“, erklärte VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting.
Bundesländer planen Gentechnik im Bio-Bereich
Die Bundesländer wollen die neue Gentechnik sogar im Biolandbau zulassen. Dies geht über die Vorschläge von EU-Kommission und Ministerrat hinaus. Einigkeit herrschte bei der Konferenz lediglich in der Ablehnung von Patenten auf gentechnisch veränderte Pflanzen.
Nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz wünschen 94 % der Erwachsenen in Deutschland eine verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln, die mit neuen gentechnischen Verfahren hergestellt wurden. Auf EU-Ebene beginnen in Kürze die Verhandlungen zwischen Europaparlament, Ministerrat und EU-Kommission zu den künftigen Regeln für neue Gentechnik.