Die Afrikanische Schweinepest (ASP) grassiert weltweit weiterhin stark, sowohl bei Wildschweinen als auch in Hausschweinebeständen. In Europa gab es in den letzten zwei Wochen drei ASP-Ausbrüche in großen Schweinebetrieben. Laut den jüngsten Berichten an die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) befinden sich zwei der Betriebe in Moldawien und einer in Rumänien. Das berichtet das Nachrichtenportal Pig Business.
Über 100.000 Schweine in Moldawien betroffen
In Moldawien wurde die ASP vergangene Woche in einem Betrieb mit etwa 68.300 Schweinen und an einem zweiten Betrieb mit 39.400 Tieren nachgewiesen. Berichten zufolge dauert die Keulung der Schweine in den Betrieben, die sich östlich der Hauptstadt Chisinau befinden, immer noch an.
Zwei weitere Ausbrüche betreffen kleinere „Hinterhof“-Betriebe. Damit steigt die Gesamtzahl der ASP-Ausbrüche in Moldawien seit Anfang Dezember auf 37.
11 Ausbrüche in Rumänien
Aus Rumänien wurden der WOAH weitere 11 Ausbrüche der ASP bei Schweinen gemeldet. Darunter befand sich ein Betrieb mit etwa 1.900 Schweinen im Osten des Landes. Die anderen 10 neuen Ausbrüche betrafen kleinere Betriebe. Laut Pig Business sind in Rumänien in den letzten vier Jahren etwa 509.000 Schweine aufgrund von ASP-Ausbrüchen verendet oder getötet worden.
Auch aus der Ukraine wurde ein ASP-Ausbruch bei einem Hausschweinebestand jüngst an die WOAH gemeldet. Dort wurde das Virus in diesem Monat in einem kleinen Schweinebetrieb in der zentralen Region Kirovohrad nachgewiesen.
Sieben Länder betroffen
Insgesamt wurden in diesem Jahr 145 Ausbrüche der ASP bei Hauschweinen in sieben europäischen Ländern festgestellt. Dies geht aus Zahlen des Tierseucheninformationssystems der Europäischen Union (ADIS) hervor.
Die meisten Ausbrüche wurden in Rumänien (88), Moldawien (27) sowie Serbien und der Ukraine (jeweils 11) verzeichnet. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 wurden in 16 europäischen Staaten insgesamt 764 ASP-Ausbrüche registriert.
Mehr Ausbrüche bei Wildschweinen
Unterdessen steigt auch die Zahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen in Europa weiter an. Sechzehn Länder haben in seit Jahesbeginn mindestens einen Fall bestätigt. Das ADIS-System verzeichnete insgesamt 3.870 Ausbrüche bei Wildschweinen, was einem Anstieg von fast 700 Fällen innerhalb von zwei Wochen entspricht.
Die in diesem Jahr bisher am stärksten betroffenen Länder sind dabei Polen (1.243 Fälle), Deutschland (799), Lettland (469), Ungarn (355), Bulgarien (259), Litauen (223) und Italien (222). Mit Ausnahme von Bulgarien meldeten alle genannten Länder sowie Griechenland, Lettland, die Slowakei und die Ukraine in der vergangenen Woche zusätzliche Fälle. Im vergangenen Jahr wurden in 21 europäischen Ländern insgesamt 7.892 ASP-Ausbrüche registriert.