2024 wurden in Belgien rund 810.00 Rinder, 9,4 Mio. Schweine und 310 Millionen Geflügel geschlachtet. Dies geht aus Daten des belgischen Statistikamtes Statbel hervor.
Mit 945 Millionen Kilogramm entfallen rund 54 % des gesamten Schlachtkörpergewichts auf die Schlachtschweine. Geflügel trug mit 531 Mio. kg 31 % bei, während Rinder mit 249 Mio. kg 14 % des Gesamtgewichts ausmachten.
Schlachtschweine: Leichtes Plus nach Krisenjahren
2024 kamen rund 34.000 mehr Schweine als im Vorjahr an den Haken. Damit konnte der drastische Absturz der Schlachtzahlen gestoppt werden. Schließlich sanken die Schlachtzahlen 2022 um 9 %, gefolgt von weiteren 11 % im Jahr 2023. Das Schlachtgewicht verzeichnete 2024 ein Plus von 2 %.
Belgien, ähnlich wie die Nachbarstaaten, sah sich mit unbefriedigenden Erzeugerpreisen konfrontiert. Das Belgian Meat Office argumentiert zudem mit „unsicheren rechtlichen Rahmenbedingungen“. Darüber hinaus förderte die flämische Region den Rückgang der Nutztierhaltung mittels Ausstiegsprogrammen. Der Abbau der Bestände soll – wie in den Niederlanden – die Stickstoffeinträge in die Umwelt reduzieren.
Anstieg bei Rindern und Geflügel
Die Anzahl der Rinderschlachtungen stieg im Vergleich zu 2023 um 5 %. Brancheninsider aus dem Belgian Meat Office in Brüssel erwarten für 2025 stabile Schlachtzahlen sowohl bei Rindern als auch bei Schweinen.
Auch der Geflügelsektor wuchs 2024 um 3 %, was die Gesamtzahl auf 310,5 Millionen Tiere ansteigen ließ. Im Vorjahr waren es 301,6 Millionen Tiere. Die 309,6 Mio. geschlachteten Hühner machen nahezu 100 % des Geflügelsektors aus.
Die anderen Tierarten für die belgische Schlachtstatistik von untergeordneter Bedeutung. 703.200 Puten, 67.200 Schafe, 28.800 Enten, 26.400 Ziegen und 1.560 Pferde kamen 2024 in Belgien an den Haken.