Die neu aufgetretenen bakteriellen Pflanzenkrankheiten SBR und Stolbur breiten sich in ganz Deutschland mit hoher Geschwindigkeit aus. Auch im Kartoffelanbau können sie große Schäden verursachen. Übertragen werden sie von der Schilf-Glasflügelzikade.
Das Bayerische Agrarministerium gibt nun für ein weiteres Forschungsprojekt grünes Licht. Dieses trägt den Titel „Möglichkeiten der Qualitätssicherung bei Auftreten von SBR und Stolbur“ und bezieht sich erneut auf Kartoffeln. Die Fördersumme beträgt 535.600 €.
Mit dem Geld soll die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft in den kommenden drei Jahren "mit Schlagkraft und Effizienz" Antworten auf die drängendsten Fragen der Kartoffelanbauer in Zusammenhang mit den neu aufgetretenen bakteriellen Pflanzenkrankheiten SBR und Stolbur entwickeln, wünscht sich Staatsministerin Michaela Kaniber (CSU).
Si hofft aber, dass sich auch andere Bundesländer und der Bund ebenfalls mit großem Einsatz einbringen und alle Aktivitäten bundesweit gut abgestimmt werden. "Dann wird es gelingen, Antworten zu finden, die die Praxis dringend braucht. Dabei müssen Lösungen im gesamten Anbausystem gesucht werden, von der Sortenwahl über die Fruchtfolgeanpassung bis hin zum Pflanzenschutz als letzte Möglichkeit im Integrierten Anbau“, so die Politikerin.