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Wahlprogramme im Check

Bundestagswahl 2025: So stehen die Parteien zur Tierhaltung

Welche Pläne verfolgen die Parteien zur Bundestagswahl für die Tierhaltung? Die Forderungen reichen von Förderprogrammen für tierwohlgerechte Ställe bis zur Reduktion von Viehbeständen. Ein Überblick.

Lesezeit: 2 Minuten

Wie wirken sich die Pläne zur Nutztierhaltung der Parteien, die zur Bundestagswahl 2025 antreten, auf die deutsche Landwirtschaft aus? Legt man die Aussagen aus den Wahlprogrammen nebeneinander (siehe unten), werden deutliche Unterschiede sichtbar. Für die Bildung von Koalitionen nach der Bundestagswahl bedeutet das, dass über den politischen Rahmen für die Nutztierhaltung weiter hart gerungen werden wird.

So wollen Union, SPD und Grüne den Umbau der Tierhaltung zwar ähnlich angehen – mit langfristigen Verträgen und staatlicher Unterstützung. Hier schert die FDP aus und setzt auf eine Marktlösung. Auch die AfD favorisiert die alleinige Marktorientierung.

Ansonsten gibt es Differenzen: Die Grünen wollen „weniger Tiere besser halten“, CDU und CSU lehnen eine Reduktion der Tierhaltung ab. Die Union will keine Novelle des Tierschutzgesetzes, SPD und Grüne dagegen schon. Die Linken stimmen mit den Forderungen der Grünen am ehesten überein. Das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) handelt in seinem Wahlprogramm das Thema Tierhaltung kurz ab.

CDU/CSU

  • Tierwohlgerechte Ställe mit langfristigen Verträgen staatlich fördern

  • genehmigungsrechtliche Hürden abbauen

  • Kombihaltung von Milchkühen in Anbindeställen soll fortbestehen

  • Eine Reduktion der Tierhaltung wird abgelehnt

  • Verbraucherinformation über Tierwohl und Herkunft tierischer Produkte

SPD

  • Planungssicherheit herstellen

  • Es leichter machen, tierwohlgerecht zu produzieren

  • Staatliche Förderung und langfristige Verträge

Bündnis 90/Die Grünen

  • Weniger Tiere besser halten

  • Praktikable Finanzierung des Umbaus der Ställe zu einer tiergerechteren Haltung mit langfristigen Verträgen

  • Haltungskennzeichnung für Schweinefleisch auf die anderen Tierarten und die Außer-Haus-Verpflegung ausweiten.

  • Dauer von Tiertransporten europaweit auf vier Stunden begrenzen

FDP

  • Tierschutz und Tierwohl sind selbstverständlich

  • Erleichterungen im Bau- und Umweltrecht

  • Finanzierung von Tierwohl am Markt

  • KI-gesteuerte Systeme zur Erkennung von Tierwohl sind eine Chance, Verbraucherwünschen entgegenzukommen

AfD

  • Artgerechte Haltungssysteme für Nutztiere fördern

  • Keine Fleischsteuer, Finanzierung am Markt

  • Kombihaltung von Milchkühen in Anbindeställen nicht benachteiligen

  • Tiertransporte von sechs Stunden nicht überschreiten

Die Linke

  • Flächengebundene Tierhaltung mit maximal 1,5 Großvieheinheiten pro Hektar

  • Reduzierung der Viehbestände

  • Mindesthaltungsstandards für alle Tierarten

  • Ausweitung der Bundesförderung für tierschutzrelevante Umbauten von Haltungssystemen

  • keine Lebendtiertransporte über vier Stunden

  • Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln

Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)

  • Verlässliche Herkunftskennzeichnung

  • Tierleid in Ställen beenden

  • Lebendtiertransporte auf vier Stunden begrenzen

  • Anreize für Tierarztversorgung auf dem Land

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