Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Sachsen hat einen herben Rückschlag erlitten. Denn in der Gemeinde Königswartha im Landkreis Bautzen gibt es einen neuen ASP-Nachweis. Bei einem bereits Ende Januar gesund erlegten, etwa 30 kg schweren Überläufer hat die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen das ASP-Virus nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat das Ergebnis inzwischen bestätigt.
Restriktionszonen sollten eigentlich verkleinert werden
Der Fundort befindet sich in einer bereits bestehenden Sperrzone II, wodurch sich die dort geltenden Schutzmaßnahmen nun verlängern. Nachdem das letzte ASP-infizierte Wildschwein dort im August 2024 entdeckt wurde, war für April 2025 eigentlich eine Verkleinerung der Restriktionszonen vorgesehen. Daraus wird nun aber leider nichts.
Schweinetransporte nur mit Ausnahmegenehmigung
Um das Seuchengeschehen neu bewerten zu können, wird im betroffenen Gebiet nun eine intensive Fallwildsuche mit Drohnen durchgeführt. Das Ergebnis der Suche bestimmt dann das weitere Vorgehen der Behörden. Der Transport von Schweinen innerhalb des Landkreises Bautzen oder aus dem Landkreis heraus ist nur mit Ausnahmegenehmigung des Veterinäramtes möglich. Die wird jedoch nur erteilt, wenn der Betrieb strenge Biosicherheitsmaßnahmen erfüllt, es sich also um einen Compliant-Betrieb handelt.